![]() |
| Zentrale Lehr- und Lernszenarien für das Interaktive Whiteboard |
In einem vergangenen Blogbeitrag habe ich meine Gedanken zu interaktiven Tafelbildern gesammelt und in einer Mind Map geordnet. Nun stelle ich drei zentrale Lehr- und Lernszenarien vor, die sich aus der Arbeit mit dem interaktiven Whiteboard (IWB) für den Unterricht ergeben. Die Einsatzsenarien erschließen sich aus der "all in one" Funktion des IWB, das ahezu alle medialen Eigenschaften von Kreidetafel, Overheadprojektor, DVD- und MP3 Player und Computer in einem Gerät vereint.
1. Das IWB als Tafelersatz
Auf dem IWB kann wie auf einer Tafel geschrieben, gemalt und gezeichnet werden. Dafür stehen Stifte, Lineal und eine (virtuelle) Tastatur zur Verfügung oder die Eingabe erfolgt mit dem Finger. Neben der Schrift können Bilder, Grafiken und weitere Objekte eingefügt werden. Im Gegensatz zur Kreidetafel ist es am IWB leichter, Objekte (also Text und Bild) zu verschieben, neu anzuordnen oder zu löschen. Tafelbilder können gespeichert und digital versendet werden, um sie anschließend in der Dropbox oder Moodle zu sammeln, auszudrucken oder zu einem späteren Zeitpunkt zu ergänzen und zu überarbeiten.
Das IWB zeigt seine Vorzüge gegenüber der herkömmlichen Tafel besonders bei der Erstellung von Mind Maps, da eine Neuanordnung der Elemente leicht durchführbar ist.
2. Das IWB als Ersatz für die Arbeit mit Folien am Overhead Projektor
Wie bei der Arbeit mit Folien am Overhead Projektor können am IWB Verfahren wie Overlay (mehrere Folien ergeben ein Gesamtbild), das schrittweise Auf- und Abdecken und das Verschieben eingesetzt werden. Dies ist möglich, da Elemente "unsichtbar" gemacht werden können, indem beispielsweise bei einem Lückentext die fehlenden Elemente hinter Wortkarten versteckt und anschließend aufgedeckt werden . Das Auf- und Abdecken von Objekten und das Verschieben stellen eine effektive Methode am IWB dar, um Lösungen anzuzeigen und zu vergleichen. Dieses Vorgehen kann bei Vokabelabfragen oder beim Hör(seh)verstehen angewendet werden.
Im Gegensatz zu Overhead Folien ist der Vorbereitungs- und Materialaufwand geringer, da das aufwendinge Drucken/Kopieren von (Farb)folien entfällt. Zudem wird das lästige Archivieren von Folien und Folienschnipsel überflüssig.
3. Das IWB als interaktive Präsentationsfläche für Videos, Web 2.0 Anwendungen und Software
Das IWB ermöglicht eine interaktive Präsentation von Videos, da Bildausschnitte vergrößert, hervorgehoben und annotiert werden können. Es ist auch möglich, Screenhots zu erstellen, um diese individuell zu bearbeiten. Für den Einsatz von Web 2.0 Anwendungen und Software ist das IWB ebenfalls eine interaktive Projektionsfläche. Hier bieten sich beispielsweie Prezi, Wordle, Tagxedo, Freemind, Google Street View, Glogster , Markup und VoiceThread an.

Hallo,
AntwortenLöschenmal wieder durch TWITTER auf ihre Seite gekommen. Ihre Dreiteilung finde ich nachvollziehbar. Allerdings würde ich es nicht Tafel"ersatz" nennen. Das klingt so, als wolle man die Dinge, die an der (Kreide-)Tafel möglich sind nun ersatzweise am IWB durchführen. "Ersatz" impliziert meiner Meinung nach immer einen geringeren Wert als das Original. Ich vergleiche die beiden Medien eigentlich nicht (mehr). Jedes hat seine spezifischen Eigenschaften, jede Eigenschaft ihren Wert.
Auch einen besonderen Vorzug bei der Erstellung von mindmaps kann ich nur teilweise sehen. Es sind ganz ANDERE mindmaps als an der Kreidetafel (die ürbrigens mit Strichen, Kreisen, Wischen und Farben ganz dynamisch werden können auf 4 qm Fläche). Unvergleichbar sind aber die technischen Eigenschaften - also mindmap mal eben speichern und ausdrucken für das Wandplakat usw.. Trotzdem gefällt mir der Ansatz gut, ins Lehren mit dem IWB Struktur reinzubringen.
Grüße aus Berlin
T. Seidel
Hallo Thomas,
AntwortenLöschendanke für deine Anregungen und Ergänzungen zu meinem Beitrag.
Ich finde die Arbeit am IWB spannend und finde es sehr anregend, sich darüber mit Fachkollegen auszutauschen.
Viele Grüße
Verena